1926
Els Stroh und der Balinger Jurist Dr. Alfred Daniel heiraten. Sie ziehen nach Balin­gen. In den folgenden Jahren entstehen kaum Zeichnungen oder Gemälde. Auch über schriftstellerische Arbeiten ist nichts bekannt.
1927
Am 7. Mai Geburt des Sohnes Ulrich.
1928 - 1940
Die Künstlerin und Schriftstellerin ist mit sich und ihrer Familie beschäftigt. Das Überleben steht im Vordergrund.
1937
Els Daniel-Stroh zieht sich in das kleine Haus in der Hirschbergstraße 23 in Balingen zurück. Hier lebt sie bis 1986.
1940
Die Ehe von Els Daniel-Stroh und Dr. Albert Daniel wird geschieden. Die Künstlerin erhält das Sorgerecht für ihren Sohn Ulrich.
1943
Ablegung des Examens als wissenschaftliche Graphologin.
1944
Am 4. Dezember des Jahres erfährt die Stadt Heilbronn einen vernichtenden Bom­benangriff. Dabei wird nicht nur das elterliche Haus zerstört, sondern auch Vater und Mutter sind Opfer der Feuerkatastrophe. In der Folge entstehen eine Beihe ergreifender Kriegsbilder, Darstellungen in Aquarell, Gouache und Ol, die das Inferno des 4. Dezember 1944 beschwören.
1945
Im April fällt Ulrich Daniel, der einzige Sohn, im Alter von siebzehn Jahren.
1946-1955
Nach dem 2. Weltkrieg beschäftigt sich Els Daniel-Stroh verstärkt mit dem Werk Cezannes, in dem sie den Wegbereiter für die Moderne erkennt. Von ihm gelangt sie über die Kubisten zu Paul Klee, der sie viele Jahre lang in Atem hält. Neben dem Märchenhaften, das seine Bilder kennzeichnet, fasziniert sie die Art der Erzählung, die gesprengte Form.
1954
Die erste Einzelausstellung findet in der renommierten Galerie von Fischinger in Stuttgart statt.
1955
Die Künstlerin erhält vom Begierungspräsidium Südwürttemberg-Hohenzollern ein Stipendium zugesprochen, mit dessen Hilfe sie nach Paris aufbricht, um hier die modernen Kunstströmungen vor Ort zu studieren. Beisen führen sie von Paris u. a. nach Chartes. Der Einfluß Paul Klees ist in ihrem Werk in dieser Zeit übermächtig. Andere Eindrücke verblassen gegenüber seiner erzählerischen Diktion.
1957
Förderung durch einen Ankauf von seiten des Begierungspräsidiums Südwürttem-berg-Hohenzollern.
1959
Els Daniel-Stroh beteiligt sich an dem von der Landeshauptstadt ausgeschriebenen Stuttgart-Wettbewerb: „Maler sehen Stuttgart".
1960
Weitere Ankäufe des Begierungspräsidiums sind Bestätigung. Angeregt durch Kom­positionen Klees sowie durch Arbeiten mit Wachskreiden, entstehen erste Versuche in dieser Technik. Das in einzelne Farbfelder unterteilte, an Teppiche erinnernde Blatt steht zu dieser Zeit im Zentrum des Interesses. Arbeiten wie „Nordischer Teppich" oder „Pferd vor Häusern" dürften in den sechziger Jahren entstanden sein.
1963
Neben aquarellierten Musterblättern entstehen spielerische Kompositionen.
1966
Die Künstlerin stiftet dem Historischen Museum ihrer Heimatstadt Heilbronn den Zyklus von fünfzehn großformatigen Ölbildern, die als Antwort auf den Bombenan­griff vor 22 Jahren damals entstanden sind. Mit anderen Kriegsbildern sind die Werke in der Stadtbibliothek ausgestellt. In einem beeindruckenden Text nimmt sie in der Heilbronner Zeitung zum schrecklichen Geschehen Stellung.

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