1970
Noch immer besitzen die Fragen des Lichtes, des beschworenen Raumes aus Licht, Priorität. Cezanne bleibt gegenwärtig. Daneben das Vortasten in eine andere Welt. Els Daniel-Stroh experimentiert mit Wachskreide, die sie in der Komposition in unterschiedlichen Techniken einsetzt. Dabei gerät ihr für kurze Zeit auch der phan­tastische Realismus der Wiener Schule in den Blick. Doch kehrt sie bald zu ihrem eigenen, unverwechselbaren Weg zurück.
1975
Überlagerung von expressionistischer Deutung und phantastischer Sicht. Schöp­fungsmythen. Symbole.
1976
Darstellung der Kathedrale von Chartres als symbolistisch verschlüsselte Stellung­nahme. Hinwendung zu Traumdarstellungen und Visionen, deren Grund in Religion und Mythos liegt. Auch die Rildtitel entstammen mehr und mehr dieser skizzierten geistigen Welt, sind jenen von Paul Klee kongenial.
1977
Reschäftigung mit Fragen der Religion. Zenmeditation. Mythisches. Symbole. Spren­gung der Rildebenen. Aufbrechen der herkömmlichen Form zugunsten geläuterter Realität. Äußere und innere Bilder mischen sich. Das Spätwerk steht ganz unter dem Zeichen phantastischer Bildfindung. Illusionistische Räume, ausgeprägte Svmbolbe-züge, religiöse Vorstellungen und kosmologische Gedanken begegnen sich, münden immer wieder in Tod und Wiedergeburt als eigentliche Themen.
1981
Eingesponnen in mythische Vorstellungen, Todesgedanken und Erlösungssehnsucht gipfelt das Spätwerk in Bildern wie „Doch das Gefährt erlahmt...", „Maria", 1984, „Zwischen Himmel und Erde" oder „Nun gib dem Roten die Krone, Traum und Göt­ter zurück".
Anläßlich der Friedenswoche wird im Balinger Zollernschloß der Heilbronner Kriegszyklus von Els Daniel-Stroh gezeigt.
1985
In der Darstellung „Wer bin ich eigentlich?" stellt die Künstlerin die zentrale Frage. Sie beantwortet sie als Gleichnis.
1986
Aus Altersgründen Umzug von der Hirschbergstraße 23 zu ihrer langjährigen Freun­din Maria M. Weckerlein nach Ralingen-Frommern.
1988
Aus diesem Jahr stammt die letzte Zeichnung der Künstlerin, ein Selbstportrait mit entrückten Zügen.
1990
Am 11. März des Jahres stirbt Els Daniel-Stroh im Alter von 94 Jahren.